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Profess-, Priester- und Missionsjubiläen gefeiert

Traditionell werden am Kirchweihfest in der Abtei Münsterschwarzach auch die Jubiläen gefeiert. Dieses Jahr gaben sogar zweimal 70-Jahre Profess einen besonderen Anlass.

In einem feierlichen Pontifikalgottesdienst haben am Sonntag sieben Patres und Brüder der Abtei Münsterschwarzach ihre Profess-, Priester- und Missionsjubiläen begangen. Zu dem festlichen Anlass waren auch viele Verwandte und Freunde der Jubilare angereist. Abt Michael Reepen OSB begrüßte sie und dankte seinen Mitbrüdern für ihre Treue und ihren Einsatz für die Gemeinschaft von Münsterschwarzach.

Vor dem Abt und der versammelten Klostergemeinschaft erneuerten die Jubilare ihre Gelübde, die sie an gleicher Stelle vor 70, 60 und 40 Jahren in der Abteikirche gesprochen hatten und gelobten sich weiterhin für die Aufgaben der Abtei Münsterschwarzach einzusetzen und mit den Mitbrüdern den klösterlichen Weg zu gehen.

Festprediger war einer der Jubilare, P. Dominikus Trautner. In seiner Predigt nahm er Bezug auf das Kirchweihfest der Abteikirche, das an diesem Tag gefeiert wurde. Diese wurde aus Steinen gebaut und steht als sichtbares Zeichen vor uns. So ist auch das Klosterleben wie ein Kirchenbau. Die Gemeinschaft kann nur zusammen mit allen Mitbrüdern ein Zeichen nach innen und außen sein, wenn alle Mitglieder der Gemeinschaft zusammenstehen, jeder ist ein Stein, wie beim Kirchenbau. Alle zusammen könnten somit ein sichtbares Zeichen setzen.

In Münsterschwarzach wurde bereits im 8. Jahrhundert die erste Kirche erbaut, im 10. Jahrhundert ist diese jedoch verfallen. 1743 wurde die prachtvolle Balthasar-Neumann-Basilika erreichtet. 1803 verfiel sie im Zuge der Säkularisation und wurde abgebrochen. 1935 bis 1938 wurde die jetzige große Abteikirche errichtet. 1941 wurde sie, wie auch das Kloster, von der Gestapo geschlossen und 1945 wieder eröffnet.

Die Jubilare konnten an ihrem Festtag mit ihren Angehörigen feiern Beim Abendessen im Kloster dankte Abt Michael nochmals den Jubilaren für ihre Treue und ihren Einsatz für die klösterliche Gemeinschaft von Münsterschwarzach.

Die Jubilare

Br. Basilius Hepp OSB (70 Jahre Profess). Geboren in Hösbach bei Aschaffenburg. Ausbildung zum Elektro-Mechaniker und zum Betriebs-Elektriker in den Aschaffenburger Zellstoffwerken. 1947 Klostereintritt. Meisterprüfung als Elektro-Installateur. Von 1958 bis 1998 Leitung der Elektro-Werkstätte der Abtei Münsterschwarzach. Planung und Ausführung aller Elektro-Arbeiten der Neubauten im Klosterbereich und im Gymnasium.

Br. Alban Schneider OSB (70 Jahre Profess). Geboren in Pfraunfeld (Kreis Weißenburg). Bäckerlehre in Weißenburg. 1947 Klostereintritt. Von 1948 bis 2009 in den Missionsprokuren in Münsterschwarzach, Kemphausen und Damme eingesetzt. Er hielt die Verbindung zu den Missionswohltätern, warb für die Missionsarbeit der Benediktiner und konnte viele soziale und kirchliche Projekte in der Mission finanziell unterstützen.

Br. Hieronymus Rampendahl OSB (60 Jahre Profess). Geboren in Dratum-Ausbergen (Kreis Melle). Schreinerlehre in Melle. 1957 Klostereintritt. 1966 Ablegung der Meisterprüfung als Schreiner. Als Schreinermeister für die Neubauten des Klosters und des Egbert-Gymnasiums unzählige Fenster, Türen und Möbelstücke gefertigt. Ab 1976 verantwortlicher Hausmeister der Abtei Münsterschwarzach für die Klostergebäude.

Br. Anselm Schütz OSB (60 Jahre Profess). Geboren in Kirchehrenbach (Kreis Forchheim). Lehre als Zimmerer. 1957 Klostereintritt. Ausbildung zum Maurermeister. 1967 Missionsaussendung nach Waegwan/Südkorea. Als weltweit gefragter Baufachmann und Bauleiter war er in Korea für Kirchbauten, Schulen und Klöstern tätig. Aber auch in den Münsterschwarzacher Klöstern auf den Philippinen, in den USA und in China. 2006 kehrte er wieder nach Münsterschwarzach zurück

P. Dominikus Trautner OSB (40 Jahre Profess). Schüler im Gymnasium und Internaten in Münsterschwarzach und Würzburg. Studium der Theologie und Kirchenmusik in Würzburg. 1985 Priesterweihe. Er ist Organist und Kantor in der Abtei, sowie Dozent für Liturgik und Gregorianik an den Musikhochschulen in Würzburg und Frankfurt. In vielen Kirchen weltweit gibt er Orgelkonzerte. Er ist auch Organisator und Verantwortlicher der Abteikonzerte.

Br. Thomas Seufert OSB (40 Jahre Mission).Geboren in Rottershausen (Kreis Schweinfurt). Lehre als Elektro-Installateur in der Abtei Münsterschwarzach. 1968 Klostereintritt. Meisterprüfung als Elektro-Installateur. 1979 Missionsaussendung in das Abteigebiet Ndanda/Tansania. Dort seit 40 Jahren für die Elektro-Installation im Kloster Ndanda verantwortlich, vor allem auch im Außenbereich auf den Missionsstationen, Klöstern und Pfarreien. Er hat dort auch viele junge einheimische Menschen zu tüchtigen Elektrikern ausgebildet.

P. Volker Futter OSB (50 Jahre Priester). Geboren in Nimmersatt (Sudetenland). Schüler in den Gymnasien und Internaten in St. Ludwig, Münsterschwarzach und Würzburg. 1963 Klostereintritt. Philosophiestudium in St. Ottilien und Studium der Theologie in Würzburg. 1969 Priesterweihe. Erzieher für die Internatsschüler in St. Benedikt in Würzburg. Seit 1973 im Priorat Schuyler/Nebraska (USA), in der Seelsorge, Missionsprokura, Verwaltung und im Exerzitienhaus tätig.

Von Br. Manuel Witt OSB

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