Die Benediktsregel

RB 17,1

Benediktsregel
17. Kapitel
1. Für die Vigilien und die Laudes haben wir die Ordnung des Psalmengesangs bestimmt; wenden wir uns nun den folgenden Gebetszeiten zu.


Wieder markiert Benedikt den klaren Einleitungsvers vom nächsten Kapitel.
Vigilien und Laudes sind akribisch vorgegeben, nun kommen die damals üblichen restlichen Gebetszeiten.

Tagesliturgie

1. Lesung Weish 3, 1-9 bzw. Dtn 34, 1-12

1 Die Seelen der Gerechten aber sind in Gottes Hand und keine Folter kann sie berühren. 2 In den Augen der Toren schienen sie gestorben, ihr Heimgang galt als Unglück, 3 ihr Scheiden von uns als Vernichtung; sie aber sind in Frieden. 4 In den Augen der Menschen wurden sie gestraft; doch ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit. 5 Ein wenig nur werden sie gezüchtigt; doch sie empfangen große Wohltat. Denn Gott hat sie geprüft und fand sie seiner würdig. 6 Wie Gold im Schmelzofen hat er sie erprobt und wie ein Ganzopfer sie angenommen. 7 Zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie aufleuchten wie Funken, die durch ein Stoppelfeld sprühen. 8 Sie werden Völker richten und über Nationen herrschen und der Herr wird ihr König sein in Ewigkeit. 9 Alle, die auf ihn vertrauen, werden die Wahrheit erkennen und die Treuen werden bei ihm bleiben in Liebe. Denn Gnade und Erbarmen werden seinen Heiligen zuteil und Rettung seinen Erwählten.

Evangelium Joh 15, 9-17 bzw. Mt 18, 15-20

9 Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! 10 Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. 11 Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. 12 Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. 13 Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. 14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. 15 Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. 16 Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. 17 Dies trage ich euch auf, dass ihr einander liebt.

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Abtei Münsterschwarzach
Schweinfurter Str. 40
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