Aktuelles Mission

Neuer "Ruf in die Zeit": Wege in die Freiheit

Jeder will frei sein, aber nicht jeder Weg führt in die Freiheit. Freie Bedürfnisbefriedigung kann Menschen versklaven; Hingabe und Bindung kann sie befreien ... Die komplexen, manchmal auch paradoxen Wege in die persönliche Freiheit werden in der neuen Ausgabe des Münsterschwarzacher Missions-Magazins „Ruf in die Zeit“ aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Eine Benediktinerin gibt in dem Heft ebenso Auskunft über ihren Weg wie die Leiterin einer heilpädagogischen Einrichtung für Jugendliche. Beide, Sr. Theresia Lanfermann OSB aus Köln und Anja Sauerer vom Antonia-Werr-Zentrum, machen eine Erfahrung, die Sr. Theresia so ausdrückt: „Der Weg in die Freiheit liebender Hingabe ist schmerzlich und mühsam.“ Aber lohnend.

P. Anselm Grün OSB verweist in seiner Betrachtung zum Thema darauf, dass man sich ein freies Leben auch innerlich zugestehen muss. Ausgehend vom Gleichnis vom verlorenen Sohn und seinem zu Hause gebliebenen Bruder folgert P. Anselm: „Wenn der ältere Bruder den jüngeren umarmt, dann können sie gemeinsam gut leben. Sie werden weder erstarren, noch maßlos sich selbst verlieren."

30 Jahre nach dem Mauerfall geht es im „Ruf“ auch um die Entwicklung politischer Freiheit. „Die Euphorie ist verflogen“, heißt es da. Freiheitsbewegungen in Osteuropa oder in der arabischen Welt sehen sich ganz neuen Schwierigkeiten ausgesetzt. In einem Überblick rings um die Welt schildern Ordensleute aus Indien, den Philippinen, Tansania, den USA und Deutschland, wie sie die Lage der Freiheit – politisch, gesellschaftlich, religiös – einschätzen.

Gibt es Freiheit überhaupt? Oder ist der Mensch „determiniert“, fremdbestimmt von Genen, Geschichte, Trieben? Diese Frage, die von manchen Naturwissenschaftlern negativ beantwortet wird, geht der Würzburger Fundamentaltheologe Dr. Johannes Grössl im „Ruf in die Zeit“ philosophisch an. Grössl zeigt: Gott drängt sich uns nicht auf. Er lässt uns die Freiheit der Entscheidung. „Wir sind auch frei, uns Gott zu verweigern. Lassen wir uns aber auf ihn ein, dann verwandelt er uns zu einem neuen Menschen: zu einem Menschen, der nichts Böses mehr tun kann, weil er das Gute schaut.“

Dass das Christentum mit seiner Betonung der Einzigartigkeit eines jeden Menschen in kollektivistischen Gesellschaftssystemen „verhalten subversiv“ wirken kann, beschreibt Abt Jeremias Schröder OSB in einem Erfahrungsbericht aus China. Der Abtpräses der Missionsbenediktiner schildert auch, dass Freiheit nicht einfach da ist, sondern auch Mut erfordert.

Das Missions-Magazin der Benediktiner von Münsterschwarzach enthält außerdem Berichte aus dem Klosterleben in der Abtei. Wie man im Kurs „Kloster auf Zeit – Mönch auf Zeit“ den „Andersort“ Kloster genauer kennenlernen kann; oder wie „Mission“ heute praktisch gelebt wird: im Austausch mit jungen Klöstern in Ägypten oder auf den Philippinen. Und es geht um den Baufortschritt beim Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach, wo im ersten Abschnitt erfolgreich neue Klassenzimmer in den ehemaligen Internatsräumen entstanden sind.

Wie stets gehören auch Dank und Bitte zum neuen Heft: Dank für die reichen Gaben für ein Hilfsprojekt in Tororo, wo ugandische Inlandsflüchtlinge mit Lebensmitteln und Kleidung versorgt werden konnten. Und Bitte für ein Gesundheitszentrum in Avasi in Mosambik, wo die Aufbauarbeit des neu gegründeten Klosters weitergeht.

Der „Ruf in die Zeit“ erscheint vier Mal im Jahr und vertieft aktuelle Themen. Zugleich informiert das Magazin über Hilfsprojekte der Missionsbenediktiner sowie über Neues aus der Abtei Münsterschwarzach. Der „Ruf in die Zeit“ wird an Freunde und Spender verteilt. Im Internet ist er als hier abrufbar.

 

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